18 Dunedin (1)

Bevor wir uns auf die Fahrt nach Dunedin machten, machten wir noch einen Umweg an den Nugget Point. Etwa die hälfte der Strecke ging entlang der Küste und führte uns über eine kurvige Strecke auf eine Anhöhung. Dort parkierten wir das Auto und nahmen noch ein paar Meter unter die Füsse um zu einem Leuchttrum zu gelangen. Schon auf dem Weg dahin, hatten wir eine wunderbare Sicht auf das Meer, auf dem Felsen unter uns tummelten sich ein paar junge Robben, die aber sehr schwierig auszumachen waren und daher auch auf den Fotos kaum zu sehen sind.

Die Fahrt von Nugget Point bzw. Balclutha über den Highway 1 war leider nicht so ereignislos, wie man das erahnen könnte. In einer Kurve kam ein Lastwagen angedonnert, es machte „peng“ und wir bzw. unsere Windschutzscheibe bekam einen ordentlichen Stein ab…
An einem See machten wir eine Pause und kontaktierten den Vermieter des Autos. Dieser meinte, wir können das schnell in Dunedin reparieren lassen. Dem war nicht so. Die zwei Firmen die wir kontaktierten, kamen zum Schluss eine Reparatur sei nicht möglich und die ganze Scheibe müsse getauscht werden. Und beide gaben uns an, dass es ca. 10 Tage dauern würde (bis die Scheibe bestellt bzw. geliefert wird). Somit gaben wir uns geschlagen und fahren jetzt noch die letzten paar Tage mit einem Steinschlagschaden durch die Gegend.

In Dunedin angekommen, machten wir gleich einen Abstecher zur „Baldwin Street“. Hierbei handelt es sich um die steilste Strasse der Welt (gemäss Guinnessbuch der der Rekorde).
Es war eindrücklich:
Wie und wie viele Leute da hochkraxleten; als würden sie den Mound Everest besteigen 😉
Wie rücksichtslos sich Leute verhalten können; sie gingen nicht nur den Gehwegen entlang sondern blockierten die Strasse, obwohl die Anwohner an- oder wegfahren wollten und einer quälte sein Mietauto (Familienkutsche) hoch, obwohl die Strasse nur mit Bewilligung befahren werden darf, war dann leider mit zu wenig Hirn ausgestattet um ein vernünftiges Wendemanöver durchzuführen…

Danach schlenderten wir noch durch die Stadt, kamen an einem Markt vorbei wo sie leider schon am Abbauen waren, doch irgendwoher hörte man noch Musik, also folgten wir dieser. So kam es, dass wir an einem Strassenfest (Eats & Beats) landeten. Uns hielt es allerdings nicht lange dort, da die Musik nicht unserem Geschmack entsprach, wir schon gegessen hatten und es frisch wurde.

Obwohl wir dann zeitig schlafen gingen, haben wir am nächsten Tag das Frühstück verschlafen. Wie kam das? Wir haben zum ersten Mal ein Hotel gebucht und wussten nicht mehr ob mit oder ohne Frühstück. Da wir es am Abend nicht mehr abgeklärt hatten und wir unerwartet lange geschlafen haben und dann noch in der Zeit verguckt haben, ging es ohne uns über die Bühne.
Somit gab es nur einen wässrigen Kaffee aus der „Teeküche“ die wir im Zimmer hatten, bevor wir uns auf den Weg zum „Harington Point“ machten.
Auf dem Weg dorthin konnten wir ein grosses Frachtschifft beobachten, wie es ins offene Meer hinaus manövrieren musste, da einige Küstenabschnitte ihm in die Quere kamen.

Am Harington Point angekommen, stiegen wir aus und uns schlug ein unangenehmer Gestank entgegen. Uns wurde klar, dass dieser vom Dreck der x-hunderten Möwen herkommen muss. Trotzdem machten wir noch einen Abstecher in das „Albatros Center“. Dort gab es eine Ausstellung mit Informationen zu Pinguinen und Albatrosse. Und man hätte eine Führung buchen können um den Albatrossen beim Nisten zusehen zu können (für 30min). Da wir uns dagegen entschieden, fuhren wir wieder zurück, wieder etwas aus der Stadt raus an den St. Clair Beach wo wir einfach das Meer, die Sonne und die Stimmung bis am Abend genossen.

Am nächsten Tag schafften wir es zum Frühstück 🙂
Danach zog es uns wieder an einen Strand bzw. einen ausgesetzten Ort am Meer. Dieses Mal fuhren wir nach Aramoana. Dort gab es einen langen aufgeschütteten Damm, der als Wellenbrecher für den dahinterliegenden Hafen dient. Und es wird als „ruhige Siedlung und Hotspot für Wildtiere an der Mündung des Otago Harbour“ angepriessen. Und tatsächlich konnten wir diverse Vögel, bzw. sogar eine ganze Kolonie beobachten und (mein persönliches Highlight), es hatte einge Seelöwen auf den Steinen und am Strand. Diese sonnten sich seeligruhig und liessen sich nicht stören. Auf den Informationstafeln wir darauf hingewiesen, dass man mind. 10 Meter Abstandhalten sollte und sie schneller sein können als man denkt… Als wir dann noch einen Abstecher zum WC machten, war sogar eine Seelöwin auf dem Parkplatz. Auf dem Retourweg war sie dann schon wieder am Strand und ein Anwohner hat uns dann erzählt, dass sie vor kurzem ein Junges zur Welt gebracht hat und sie es erst vor einigen Tagen zum ersten Mal aus dem Nest mitgebracht hat. Und dass sie es nun in den Dünen hinter dem Strand versteckt hat und sich jetzt am Strand und im Meer eine Pause gönnt.

Steilste Strasse der Welt
Harington Point (seid froh, werden Gerüche nicht übertragen 😉 )
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